23. Juni 2017

MINI CLASSIC

ROAD TO IMM. ODER: DIE BESTEN GESCHICHTEN BEGINNEN AUF DER STRASSE.

Wenn es ein Festival gibt, bei dem die Herzen von classic Mini Fans höherschlagen, dann ist es wohl das „International Mini Meeting“, kurz IMM. Seit 1978 findet das legendäre Treffen jährlich statt – dieses Jahr vom 25. bis 29. Mai in Westport, Irland. Wir waren auch dabei. Doch bevor wir Festivalluft schnuppern konnten, erwartete uns ein Roadtrip, der seinem Namen alle Ehre macht.

Unsere Geschichte beginnt am Morgen des 19. Mai in München. Vor uns liegen 2.452 Kilometer und unzählige Eindrücke. Das Gepäck ist verstaut, wir sind bereit. Wir – das sind Claudia, Wolf und Verena von MINI Classic sowie der Illustrator Steve Simpson und die Fotografin Amy Shore. Und da ist dann noch „Alice Cooper“: unser classic Mini Cooper und einer der letzten, der 2000 in Longbridge vom Band gelaufen ist. Mit ihm und einem MINI Countryman werden wir in den nächsten sechs Tagen fünf Länder durchqueren. Unser gemeinsames Ziel auf dem Weg nach Westport: elf MINI Clubs besuchen und ihre Mitglieder kennenlernen. Wir wollen erfahren, was sie bewegt, ihre Geschichten hören. Und sie alle mitnehmen: von Steve aufgemalt auf unseren classic Mini. Noch ist Alice Cooper aber ein buchstäblich unbeschriebenes Blatt, doch unser Trip beginnt ja erst. 

Wir starten bei uns auf dem BMW Group Classic Gelände – doch zuvor besucht uns der Münchner Mini Club und Alice Cooper bekommt die erste Illustration: das Motiv einer Alpentour, ein Highlight-Event des Münchner Clubs. Dazu gibt’s von den Mitgliedern noch einen Club-Badge für unseren Kühlergrill.

 

Mit Stolz über dieses schöne Geschenk im Gepäck geben wir Gas in Richtung Frankfurt. In Stuttgart müssen wir dann den ersten – und zum Glück einzigen – Verlust verzeichnen: Der Aluring des linken Frontscheinwerfers will in eine andere Richtung als wir. Aber halb so wild. Ein classic Mini ist nun mal kein Hightech-Fahrzeug. Hier geht es noch ums pure, unverfälschte Fahren. Mit allem, was dazugehört – oder eben wegfliegt.

 

Angekommen in Frankfurt werden wir vom dortigen Mini Club „Anonyme Miniholiker“ standesgemäß empfangen – mit Appelwöi. Auch Steve bekommt wieder was zu tun und verziert unseren classic Mini mit einer weiteren Illustration. Erschöpft und gespannt auf die nächsten Tage fallen wir gegen zwei Uhr früh ins Bett. 

 

Am nächsten Morgen geht es zunächst nach Luxemburg, wo uns ein echtes Highlight unseres Trips erwartet: Die Mitglieder des Clubs Mighty Mini Frënn empfangen uns mit Hupkonzert und tollem Picknick in einem alten Industriegebäude. Frisch gestärkt geht es dann weiter nach Antwerpen.

 

Die dortigen Mitglieder der zwei Clubs „MINIACS“ und „MINI2.be“ – inklusive eines sehr freundlichen Dinosauriers – treffen wir vor dem Port House, einer spektakulären Symbiose aus altem Hafengebäude und moderner Glasarchitektur, entworfen von Architektin Zaha Hadid.

 

Die nächste Etappe führt uns zunächst nach Brighton, wo wir nicht nur auf den „London & Surrey Mini Owners Club“ treffen, sondern auch auf 2.100 weitere classic Mini und MINI, die genau an diesem Tag ihren Zieleinlauf vom „London to Brighton Mini Run“ feiern. Ein imposantes Bild, das wir so schnell nicht vergessen werden.

 

Über Goodwood geht es weiter nach London, die Stadt in der die MINI Popularität ihren Ursprung fand –David Bowie, Steve McQueen und Twiggy sei Dank. Am Bourough Market genießen wir ein köstliches Essen, bevor wir dann auf Amys Empfehlung und nicht ganz ohne Hintergedanken einen urigen Recordstore aufsuchen: Denn nach bisher gefühlten 30 Stunden Car Pool Karaoke auf unserem Trip ist es an der Zeit für ein paar neue Kassetten. Zum Beat schon fast vergessener 80er-Jahre-Hits machen wir uns auf den Weg zu den Mini Clubs von Oxford und Birmingham, wo uns ein älteres Ehepaar zu sich nach Hause einlädt und liebevoll verköstigt. Wir erfahren von den beiden, dass sie bereits 1978 beim ersten IMM dabei waren und seitdem kein Jahr beim Festival gefehlt haben. Das IMM zum 50-jährigen MINI Jubiläum haben die beiden sogar organisiert – neben ihrer täglichen Arbeit.

 

Begeistert von so viel MINI Enthusiasmus machen wir uns auf den Weg nach Liverpool, um dort einen kurzen Stopp an der „Penny Lane“ einzulegen – der berühmten Straße aus dem gleichnamigen Beatles-Song. Danach erwartet uns die Fähre nach Dublin, wo wir mit nur vier Stunden Schlaf um fünf Uhr früh ankommen. Unser classic Mini ist inzwischen ein fahrendes Bilderbuch: Auf Alice Cooper prangen Motive aller elf Mini Clubs, die wir besucht haben. Bis zu unserem Ziel Westport sind es nun vier Stunden, in die wir noch einen kleinen Schlenker über die Bergkette der Maumturks eingeplant haben – keine Menschenseele weit und breit. 

Das sollte sich schnell ändern: nach unserer Ankunft beim IMM. Hier erwarten uns 93 registrierte Mini Clubs und 2.700 Teilnehmer aus 35 Ländern. Klingt nach einem Megaspektakel, fühlt sich aber eher an wie ein großes Familientreffen. 90-jährige MINI Fahrer treffen hier auf Rallye-Legenden wie Paddy Hopkirk, classic Mini Monstertrucks treffen auf MINI Miniaturen und die wiederum auf die staunenden Augen kleiner Kinder. Auch das ältere Ehepaar aus Birmingham ist wieder dabei.

 

Wir beziehen unsere neue Heimat für die nächsten Tage: das MINI Classic Tipi. Oder in anderen Worten: Anlaufstelle und Treffpunkt für alle MINI Fans. Alice Cooper bekommt hier den letzten Schliff und die letzten illustrativen Pinselstriche: 40 Stunden Arbeit, die sich sehen lassen können. Steve sei Dank. Jetzt ist es endlich an der Zeit, den Fuß vom Gas zu nehmen und einzutauchen in das bunte Treiben auf dem Festival.

 

Am Ende bleibt uns allen eine Erkenntnis: Wenn man sich auf Abenteuer einlässt, unterschiedlichste Länder und Leute kennenlernt, Einflüsse von Kultur und Architektur aufsaugen kann und kein Problem mit Schlafmangel hat, dann merkt man schnell: Die besten Geschichten beginnen oftmals wirklich auf der Straße. Wir sind schon gespannt, auf welche davon es uns nächstes Jahr auf dem Weg nach Portugal verschlägt. Einen passenden Song fürs Car Pool Karaoke haben wir jetzt ja schon im Ohr. „Penny Lane is in my ears and in my eyes. There beneath the blue suburban skies.“ Den Beatles sei Dank.

MINI CLASSIC

FIESTA MEXICANA.

Die Carrera Panamericana ist das berühmteste Strassenrennen der Welt. Der Hamburger Journalist Jörg Heuer ist mitgefahren: Im Mini Cooper S Cabrio 4000 verrückte Kilometer durch Mexico.

MINI CLASSIC

LEGENDEN UNTER SICH.

50 Jahre ist es her, seit Rauno Aaltonen und sein BMC Competitions Department Mini Cooper S den Gesamtsieg der 36. Rallye Monte Carlo einfuhren. Nun zeigte der Finne bei der 20. historischen Version der legendären Wettfahrt erneut, dass die Harmonie zwischen Mann und Maschine auch nach einem halben Jahrhundert ungebrochen ist.

MINI DREHMOMENTE

#MINITHRILLS 2017: MAN MUSS ES SELBST ERLEBEN.

4,2 Kilometer lang, 19 Kurven, 26 Prozent Gefälle – für die einen ist es die Rennstrecke Bilster Berg, für die Teilnehmer von MINI Thrills ist es der Mittelpunkt für jede Menge neue Erlebnisse. So ging es für sie am 15., 16. und 17. Mai auf den Rundkurs, ins Gelände und in physikalische Grenzbereiche. Einen spannenden Blick in die Welt von MINI – von damals bis heute – gab es obendrauf.