Die Geschichte von British Racing Green.

Fragt man Freunde bei einem Essen, in welcher Farbe man ihnen im Falle eines Lottogewinns einen MINI vor die Tür stellen dürfte, kommt oft wie aus der Pistole geschossen „British Racing Green“ zurück. Warum verbinden viele gerade diese dunkelgrüne Lackierung mit dem MINI wie die Teatime mit England?
British racing green Illustration
Viele Jahre zuvor.
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Wer mehr über die Historie von British Racing Green erfahren möchte, kommt am Rennsport und seinen Anfängen nicht vorbei. Dabei fällt immer wieder ein Name: James Gordon Bennett Jr. – ein sportbegeisterter Amerikaner und Zeitungsverleger, dem Ende des 19. Jahrhunderts der Sinn danach stand, ein Autorennen auszurichten. Gedacht, getan – der Unternehmer rief kurzerhand den Gordon-Bennett-Cup in Frankreich ins Leben. Der ist, wenn man so will, ein Vorläufer der heutigen Grand-Prix Rennen. Und so düsten von 1900 bis 1905 die Rennfahrer internationaler Autohersteller in zugewiesenen Farben über staubige Landstraßen, um den ehrenhaften Sieg und damit auch das Recht auf die Ausrichtung des nächsten Rennens ins eigene Land zu holen.

Die Legende um British Racing Green.
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1902 ging Großbritannien mit dem Rennfahrer Selwyn Frances Edge als siegreiche Nation aus dem Bennett-Rennen und damit als Ausrichter des nächsten Rennens hervor. Nur leider ergab sich da ein Problem: Zu jener Zeit galt auf Englands Straßen eine Höchstgeschwindigkeit von nur 12 Meilen die Stunde. Das sind nicht mal 20 Kilometer die Stunde, was selbst damaligen Fahrern als Schneckentempo erschienen sein muss. Also sahen sich die Organisatoren um und fanden auf der Nachbarinsel die perfekte Lösung: In Irland gab es kein Tempolimit und somit bestand nicht die Gefahr, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Also verlegten die Engländer ihr Rennen dorthin. Allerdings nicht, so heißt es, ohne sich bei den Bewohnern der grünen Insel erkenntlich gezeigt zu haben. Sie sollen zum Dank den Karosserien ihrer Boliden einen grünen Anstrich verpasst haben. Ob die Wahl auf ein Kleeblatt-, Smaragd- oder Moosgrün fiel – schwer zu sagen. Schön liest sich die Legende von der möglichen Geburtsstunde von British Racing Green allemal.  

Glorreich auf der Überholspur.
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Doch interessanterweise handelt es sich bei British Racing Green nicht um eine bestimmte Farbnuance. Vielmehr fällt darunter eine ganze Palette an variierenden Grüntönen. Vor allem britische Rennställe bedienten sich der verschiedensten Farbkombinationen als Lackierung. Besonders in den Fokus geriet British Racing Green mit dem Formel-1-Weltmeister Jack Brabham. 1959 holte der Australier in einem Cooper T51 und im Jahr darauf im Cooper T53 den begehrten Titel. Seine Siegerautos zierten zwei schnittige weiße Rennstreifen entlang der Vorderseite auf einer grünen Lackierung. Gebaut hatte seine Formel-1-Wagen das Motorsportteam um den Visionär John Cooper. Genau, das ist der legendäre Namensgeber und Konstrukteur des Mini Cooper. Und so gewann der Mini, der kleine Flitzer, zwischen 1964 und 1967 dreimal die Rallye Monte Carlo. Beim ersten Mal setzen sich Paddy Hopkirk und sein Beifahrer Henry Liddon gegen die Konkurrenz in einem rot-weißen Mini durch und auch die Folgetriumphe wurden mit dieser Farbgebung eingefahren, denn damals waren alle Werkswagen rot-weiß. Doch bei vielen Rennen der 1960er-Jahre wurde der Mini Cooper S auch in British Racing Green mit weißen Streifen gesichtet. Und das häufig mit erfolgreichem Ausgang: Schon 1962 gewann beispielsweise John Love die Meisterschaft bei den „British Saloon Car Championships“, heute bekannt als „British Touring Car Championship“, in dem markanten Grün.

Heritage trifft Zeitgeist.
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Bei einer britischen Marke mit starker Tradition und einer triumphalen Motorsport-Geschichte wie MINI verwundert es also kaum, dass British Racing Green seit über 60 Jahren fest zur Farbpalette und damit zur DNA gehört. Authentisch, zeitlos, stilvoll – das sind Eigenschaften, die sowohl das British Racing Green als auch den MINI charakterisieren. Zwar hat sich der Farbton im Laufe der Zeit verändert, so dass es bei MINI allein seit 2001 vier BRG-Generationen gab. Das Grün wurde über die Jahre heller, leuchtender und frischer, was die Modelle optisch leichter und moderner wirken lässt. Kaum ein anderer Farbton ist mit der MINI Geschichte so eng verknüpft und steht für Authentizität und Einzigartigkeit. Er verkörpert im gleichen Sinne Altbewährtes und Bekanntes. Egal ob in Europa, Asien oder Australien, ein Blick auf die Zahlen verrät: MINI Modelle in BRG haben sich in den letzten sieben Jahren in stabilen Stückzahlen verkauft, in einigen Märkten hat der Verkauf sogar angezogen.

Ihre nächsten Schritte
MINI 3-Türer - British racing green

Ihr MINI in British Racing Green.