6. Juli 2017

MINI DREHMOMENTE

EINE KARTE FÜR ALLE FÄLLE.

Geht es ans Bezahlen, sind die Deutschen eher konservativ. Sie greifen zum Bargeld, zur Girocard oder zur Überweisung. Dabei ist die Kreditkarte viel praktischer und vor allem sicherer als ihr Ruf. Ein ertragreiches Gespräch mit Christoph Militzer-Schilling von der DKB.

Herr Militzer-Schilling, in den USA, England oder Asien ist die Kreditkarte das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel. In Deutschland macht sie nur 6,1 Prozent des Umsatzes im Einzelhandel aus. Woran liegt das?

MILITZER-SCHILLING: Die Kreditkartenakzeptanz im Einzelhandel war bis vor Kurzem noch nicht überall gegeben. Kunden konnten beispielsweise bei Discountern nur mit ihrer Girocard bargeldlos bezahlen. Das hat sich mit einer EU-Regulierung seit Mitte 2015 geändert. Mittlerweile akzeptieren rund 90 Prozent der großen Händler Kreditkarten ­­– auch die Discounter.

 

Spielt nicht auch die Psychologie eine Rolle? In den Medien ist oft von „Kreditkartenbetrug“ die Rede, selten von „Girokartenbetrug“.

MILITZER-SCHILLING: Diese Angst vor Missbrauch sitzt tief, ist aber unbegründet und rührt aus der Vergangenheit. Früher reichte die Unterschrift bei einer Kreditkartenzahlung. Was Betrug zugegebenerweise einfach machte. Heute sind Kreditkartenzahlungen ausschließlich mit persönlichem Pin möglich. Kommt es trotzdem zu Verlust und Missbrauch, sind Kunden ab der Sperrung der Karte von der Haftung ausgeschlossen.

 

Und wenn ich den Verlust zu spät bemerke?

MILITZER-SCHILLING: Steht der Kunde selbst nur bis zu einem Höchstbetrag von 50 Euro in der Haftung.

 

Die Karte muss allerdings gar nicht verloren gehen. Was, wenn meine Kreditkartendaten von Hackern abgegriffen werden?

MILITZER-SCHILLING: Grundsätzlich sind Kreditkarten aufgrund ihrer globalen und digitalen Anwendbarkeit angreifbar. Aber das Problem wurde von den großen Anbietern wie Visa und Mastercard angegangen und es wurde viel in Sicherheitssysteme investiert. Diese sind heute extrem ausgereift und blockieren verdächtige Transaktionen automatisch. Sollte es dennoch zu einem Schadensfall kommen, greift auch hier der Haftungsausschluss, wenn der Kunde nicht fahrlässig gehandelt hat.

Ist die physische Kreditkarte in Zeiten von digitalen Bezahlsystemen wie PayPal und Apple Pay überhaupt noch zeitgemäß?

MILITZER-SCHILLING: Das sind natürlich sehr einfache und praktische Anwendungen. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Systeme im Hintergrund auf ein Bankkonto oder eben eine Kreditkarte zugreifen. Die Hinterlegung der Kreditkarte ist hier übrigens doppelt sinnvoll für den Kunden.

 

Warum das?

MILITZER-SCHILLING: Weil der Kunde dann zum einen vom Service und von der Sicherheitsarchitektur dieser zwischengeschalteten Systeme profitiert. Zum anderen kommen die Zusatzleistungen der Kreditkarte auch dann zum Tragen, wenn der Kunde über ein Wallet wie PayPal oder Apple Pay bezahlt. Ist beispielsweise eine Reiserücktrittsversicherung im Kreditkartenpaket enthalten, ist diese auch wirksam, wenn ich einen Urlaub über mein PayPal-Konto bezahle.

 

Stichwort Zusatzfunktionen. Das wohl stärkste Argument für die Kreditkarte?

MILITZER-SCHILLING: Richtig, denn diese machen die Kreditkartengebühr wett. Bei der MINI Credit Card ist neben vielen anderen Vorteilen beispielsweise immer ein KFZ-Schutzbrief enthalten. Außerdem ist die kostenlose Anmeldung beim Carsharing-Service DriveNow inkludiert. Ich persönlich finde den 24-Stunden-Notfall-Service der MINI Credit Card Special sehr hilfreich: Verliere ich im Ausland meine Geldbörse und stehe plötzlich blank da, wird innerhalb von 24 Stunden kostenlos eine Ersatzkarte und Sofortbargeld zur Überbrückung bereitgestellt. Weltweit.

 

Und was bedeutet eigentlich das WLAN-Symbol auf der Rückseite der MINI Credit Card?

MILITZER-SCHILLING: Kreditkarten mit diesem Symbol können für kontaktloses Zahlen benutzt werden. Heißt: Bei Einkäufen unter 25 Euro muss man die Karte nur noch auf das Lesegerät legen und die Zahlung wird sofort getätigt. Keine PIN-Eingabe, kein Kleingeldzählen und funktioniert mittlerweile in Tausenden Geschäften, selbst bei den Discountern.

 

Das wusste ich gar nicht.

MILITZER-SCHILLING: (lacht) Da sind Sie leider nicht der Einzige. Dabei gibt es keinen besseren, schnelleren und einfacheren Weg, an der Kasse zu bezahlen.