17. märz 2017

MINI CLASSIC

LEGENDEN UNTER SICH.

50 Jahre ist es her, seit Rauno Aaltonen und sein BMC Competitions Department Mini Cooper S den Gesamtsieg der 36. Rallye Monte Carlo einfuhren. Nun zeigte der Finne bei der 20. historischen Version der legendären Wettfahrt erneut, dass die Harmonie zwischen Mann und Maschine auch nach einem halben Jahrhundert ungebrochen ist.

Gemeinsam schrieben sie Geschichte. 1967 holen Rauno Aaltonen – genannt „Der Rallye-Professor“ – und sein Mini Cooper S den Gesamtsieg bei der Rallye Monte Carlo. Damals rechnet niemand mit diesem Erfolg, gilt der kleine Mini doch als David unter den hochmotorisierten Goliaths des Restfeldes, wird eher belächelt als bewundert. Doch dann kommt alles anders und im sogenannten „Jahr der Rache“ werden Aaltonen und sein Mini hinter der Ziellinie zu Motorsportlegenden. 50 Jahre ist das her. Für den heute 79-Jährigen der richtige Zeitpunkt, zur 20. Rallye Monte Carlo Historique erneut auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen.

 

Wie wäre es wohl, erneut Geschichte zu schreiben und die Rallye noch einmal zu gewinnen? Aaltonens Ehrgeiz steckt an.

Ein motiviertes Team ist schnell gefunden – inklusive des passenden Wagens: ein Mini Cooper S, der bereits 1965 bei der Rallye Monte Carlo am Start war. Innerhalb von nur drei Monaten wird der Wagen von der schwedischen Firma Söderqvist Engineering zerlegt und komplett neu aufgebaut – Käfig, Schalensitze, Fünf-Punkt-Gurte und Rallye-Bordcomputer der neuesten Generation inklusive. Teil des Teams sind neben Hans-Åke Söderqvist und seinem Sohn Jesper auch Stig Blomqvist, Rallye-Weltmeister 1984, sowie Phil Anning von Swiftune Engineering, die schon seit mehr als 50 Jahren Rennsportmotoren für classic Mini entwickeln. Beste Voraussetzungen also, zumal auch noch zehn Sätze Spike-Reifen von Hand präpariert werden, Spezialanfertigung aus Finnland. Falls das Wetter nicht mitspielt, muss es eben das Auto.

Doch mit der Vorbereitung ist es nicht getan. Unerlässlich in der Phase vor jeder Rallye ist der „Aufschrieb“: Bereits im Dezember fährt Aaltonen die komplette Strecke ab. Jede Kurve, jede Steigung, jedes Detail der Tour wird im Roadbook notiert. Ohne das ist jede Rallye verloren. Hier sind Strecke, Distanzen, Kurvenradien und Prüfungen genau vermerkt. Infos, die der Beifahrer dem Fahrer dann während der Fahrt buchstäblich vorbetet. Deshalb wird das Roadbook auch liebevoll „Gebetsbuch“ genannt.

 

Spätestens hier wird klar: Rallye geht nicht ohne Beifahrer. Und die Wahl ist schnell getroffen: Copilot wird der Schwede Hans Sylvan, 73, ebenfalls mehrfacher Teilnehmer der „Monte“ und viele Jahre an der Seite von Stig Blomqvist auf den Pisten der Welt unterwegs gewesen. Team komplett, los geht’s.

Erste Etappe: die traditionelle Sternfahrt. Ausgehend von sieben verschiedenen Standorten starten die Teams in Richtung Monte Carlo zum Sammelpunkt Digne-les-Bains. Für das MINI Classic Rallye Team beginnt dieser sogenannte „Concentration Run“ in Bad Homburg. Ausgestattet mit derselben Startnummer wie vor 50 Jahren gilt ab jetzt: über 20 Stunden am Stück eine Strecke von über 1.240 Kilometern fahren – inklusive einer Pause von zwei Stunden. An regelmäßigen Schlaf ist nun nicht mehr zu denken. Konzentration und Adrenalin sei Dank, denn bei der „Monte“ handelt es sich um eine Gleichmäßigkeitsrallye. Fünf Tage und unzählige Kilometer lang geht es nicht darum, der Schnellste zu sein, sondern der Genaueste.

 

Eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit muss exakt eingehalten werden – das ist schwerer, als es sich anhört. Denn nach jeder Pause muss die verlorene Zeit wieder aufgeholt werden. Neue Berechnungen sind ständig nötig. Jeder Halt an einer Ampel wird mit Vollgas beim Anfahren versucht auszugleichen. Damit die Fahrer auch auf der angegebenen Strecke bleiben und keine Abkürzungen nehmen, gibt es regelmäßige Durchfahrts- und Zeitkontrollen. Und auch während der einzelnen Wertungsprüfungen ist Genauigkeit oberstes Gebot. Dabei immer zu finden, aber nie zu sehen: geheime GPS-Kontrollen und Lichtschranken. Alles wird gemessen, jede Abweichung von der vorgegebenen Geschwindigkeit bestraft.

 

Belohnungen gibt es aber auch: angekommen in Monaco. Neben dem großartigen Flair des kleinen Stadtstaates ist es die Anerkennung der Zuschauer, die nicht nur das Team rührt: So verneigt sich eine Frau mehrfach vor Rauno Aaltonen und seinem classic Mini. Und nicht zu vergessen: der Fürst – Schirmherr und gern gesehener Zaungast, der persönlich alte Bekannte begrüßt. Das alles flankiert von den Oldtimern der 310 Teilnehmer, Seite an Seite geparkt im Parc fermé. Ein Anblick, der staunen lässt, untermalt vom satten Röhren der Saugmotoren. Doch nicht nur für die, sondern auch für die Teams bedeuten die nächsten Tage jede Menge Arbeit: 13 Prüfungen stehen im Folgenden auf dem Programm.

 

Etappen von bis zu mehreren Hundert Kilometern pro Tag werden gefahren, meist auf engen Bergstraßen. Steile Pässe mit Nebel, Eis und Schnee und der ein oder andere Bauer, der mit seinem Traktor plötzlich die Straße kreuzt, stellen Aaltonen, Sylvan und den classic Mini vor große Herausforderungen. Die allesamt gemeistert werden, ohne Unfall und ohne Defekte.

 

Die letzte Strecke im Gebetsbuch führt das MINI Classic Rallye Team am 1. Februar gegen 23 Uhr über den sagenumwobenen Col de Turini. Auf dieser finalen Etappe in der sogenannten „Nacht der langen Messer“ steigt erfahrungsgemäß der Adrenalinspiegel noch einmal proportional zur Drehzahl. Denn hier entscheidet sich alles: Sieg oder Niederlage? Um 3 Uhr früh steht das Ergebnis der 20. Rallye Monte Carlo Historique fest: Sieger wird das Team um Michel Decremer und Yannick Albert in ihrem Opel Ascona 2000.

 

Ein Platz auf dem Treppchen springt dieses Mal für das Team rund um Rauno Aaltonen nicht heraus. Trotzdem wird gefeiert: ohne Champagner, dafür mit Bier. Und am Ende wird eines klar: Es ist gar nicht so wichtig, erneut Geschichte zu schreiben. Eine Legende zu sein reicht schon.

MINI CLASSIC

MINI JOHN COOPER WORKS: AUF DER RALLYE MONTE CARLO HISTORIQUE VOM 25. JANUAR BIS ZUM 1. FEBRUAR 2017.

Ein großer Sieg in der Motorsportgeschichte von MINI jährt sich demnächst zum fünfzigsten Mal: 1967 gewannen Rauno Aaltonen und sein Copilot Henry Liddon die Rallye Monte Carlo. Es war der dritte Triumph innerhalb von nur vier Jahren, denn auch 1964 und 1965 konnte sich jeweils ein Mini Cooper S durchsetzen. Liddon war sogar zweimal dabei, er saß schon beim ersten Erfolg auf dem Beifahrerplatz, damals neben Paddy Hopkirk.

MINI DREHMOMENTE

HOCH HINAUS MIT DEM MINI JOHN COOPER WORKS RALLY.

Das neue Jahr startet wieder mit einem Highlight für Rennsport-Fans: Vom 2. bis zum 14. Januar 2017 findet die Rallye Dakar statt, einer der härtesten Motorsport-Wettbewerbe überhaupt. MINI nimmt diese Herausforderung erneut gerne an. Nach vier Gesamtsiegen in Folge 2012–2015 gewann MINI 2016 die Allrad-Wertung und wurde Gesamtzweiter.

MINI DREHMOMENTE

PURES ADRENALIN? ABER MIT SICHERHEIT.

Auch in diesem Jahr werden bei der MINI Driving Experience wieder Motoren und Pulsfrequenz hochgejagt. Ob beim Safety Training oder auf der legendären Nordschleife - Wir liefern schon mal einen kleinen Überblick, worauf Sie sich freuen können.